Wildtier gefunden – was tun?

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Tipps zu Verhaltensweisen im Umgang mit Wildtieren

Alle Tiere stehen unter dem Tierschutz; viele Wildtiere zusätzlich unter Jagd- und/oder Naturschutzrecht. Wildtiere gehören niemandem. Sie dürfen nicht einfach mitgenommen werden. Meldepflicht: Nehmen Sie Wildtiere an sich, die dem Jagdrecht unterliegen (z. B. Feldhasen, Rehe, Schwäne, Greifvögel), müssen Sie dies sofort der Polizei (0821-323 1810) melden. Andernfalls droht der Tatbestand der Wilderei.

Eingreifen oder lieber lassen?

Bevor Sie handeln, stellen Sie sich die Frage: Ist Hilfe wirklich nötig? Verletzungen, Krankheiten und natürliche Auslese gehören zum ökologischen Kreislauf.

Besonders Jungtiere werden meist weiterhin von ihren Eltern versorgt. Hilfe sollte nur bei tatsächlich verwaisten oder verletzten Tieren geleistet werden.

Bedenken Sie

Menschlicher Kontakt bedeutet für Wildtiere Stress und Leid. Sie übernehmen die volle Verantwortung, Haftung und alle Kosten, sobald Sie ein Tier aufnehmen.

Nicht jedes Tier braucht Hilfe

Vögel

Jungvögel am Boden sind meist nicht hilflos – sie werden weiterhin von den Eltern gefüttert. Setzen Sie das Tier ggf. nur an einen geschützten Platz (z. B. einen Ast) und lassen Sie es dann in Ruhe. Bitte nicht füttern!

Eichhörnchen

Junge Tiere brauchen vor allem Wärme. Suchen Sie nach weiteren Jungtieren in der Umgebung. Ist das Tier warm und unverletzt, setzen Sie es zurück auf den Boden und beobachten Sie aus der Entfernung, ob die Mutter es holt.

Igel

Viele scheinbar hilflose Igel kommen in der Natur gut zurecht. Problematisch ist es, wenn sie im Spätherbst unter 500 g wiegen oder bei Dauerfrost und Schnee umherlaufen. Nicht einsammeln! Stattdessen Futter anbieten: Katzendosenfutter oder ungewürztes, gebackenes Rührei eignen sich. Keine Milch geben!

Feldhasen

Jungtiere bitte nicht mitnehmen! Die Mutter ist meist nur auf Nahrungssuche. Berührte Jungtiere werden oft nicht mehr angenommen. Eine Aufzucht durch Menschen gelingt fast nie. Aufgenommene Feldhasen dürfen nie wieder ausgewildert werden. Tiere mit zugeschwollenen, eitrigen Augen könnten an Myxomatose leiden – bitte tierärztlich versorgen lassen.

Hasenpest  (Tularmärie) kann auf Menschen und Hunde übertragen werden: Tularämie, auch als Hasenpest bekannt, ist eine bakterielle Infektionskrankheit. Sie kann von Tieren auf Menschen und Hunde übertragen werden.

Sie wird meistens durch direkten Kontakt mit infizierten Wildtieren, insbesondere Hasen und Nagetieren, oder durch den Biss von Zecken, Bremsen und Flöhen übertragen.

Symptome sind grippeähnlich mit Fieber, Schüttelfrost, Geschwüren und geschwollenen Lymphknoten. Die Behandlung erfolgt mit Antibiotika.

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