Weiden für die Artenvielfalt

Foto: Landschaftspflegeverband Augsburg
In den Lechauen nördlich von Augsburg, direkt angrenzend an das Stadtgebiet Gersthofen, sorgen seit Kurzem schottische Hochlandrinder für mehr Artenvielfalt. Die Tiere weiden auf ökologischen Ausgleichsflächen der LEW Verteilnetz GmbH (LVN) unterhalb einer Hochspannungsleitung. Die Maßnahme wird vom Landschaftspflegeverband Stadt Augsburg koordiniert.
Wenn ökologische Verantwortung und Energieinfrastruktur Hand in Hand gehen, ist dies nicht nur ein Betrag für den Naturschutz, sondern es können auch ganz besondere Orte für die regionale Naherholung geschaffen werden.“
Ulrike Seibert, zuständig für Klimaschutz und Nachhaltigkeit bei der Stadt Gersthofen
Elf Mutterkühe mit ihren Kälbern sowie ein Bulle sind seit Anfang September auf den wertvollen Heideflächen im Landschaftsschutzgebiet „Lechauen Nord“ im Einsatz. Die robusten und wetterfesten Rinder mit ihrem charakteristischen zotteligen Fell sind nicht nur ein Blickfang, sondern auch ideale Landschaftspfleger: Sie halten hochwachsende Gräser und Sträucher kurz und schaffen so Lebensräume für licht- und wärmeliebende Arten.
Mittlerweile haben sich hier viele seltene Tier- und Pflanzenarten angesiedelt – darunter der Kreuzenzian, die Hummel-Ragwurz oder die Schlingnatter. Damit diese Arten dauerhaft erhalten bleiben, brauchen wir tierische Unterstützung.“
Nicolas Liebig, Geschäftsführer des Landschaftspflegeverbands Stadt Augsburg
Auch Mirjam Schaich von der LVN freut sich über die Entwicklung: „Die Rinder helfen uns, die Trasse offen zu halten und leisten gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zum Naturschutz. Das passt perfekt zu unserem Konzept des ökologischen Trassenmanagements.“
Moderne Stadtentwicklung und ökologische Verantwortung
Eine Bitte haben Liebig und Schaich an alle Besucherinnen und Besucher: „Bitte betreten Sie die Weide nicht, füttern Sie die Tiere nicht und führen Sie Ihren Hund an der Leine. Und genießen Sie diesen wunderbaren Anblick!“

Foto: Landschaftspflegeverband Augsburg