Nachhaltige Landschaftspflege: Die Hochlandrinder kehren zurück in die Lechauen!

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Nach einem erfolgreichen Testlauf im vergangenen Jahr gehen unsere zotteligen Landschaftspfleger in die nächste Runde: Aufgrund der vielversprechenden Ergebnisse wird die Beweidung in den Lechauen nördlich von Augsburg (unweit von Gersthofen) in diesem Jahr ausgeweitet. Insgesamt rund 7,7 Hektar, aufgeteilt in vier Teilflächen, werden in den kommenden Monaten von Schottischen Hochlandrindern gepflegt.

Warum ausgerechnet Schottische Hochlandrinder?

Die Wahl fällt nicht ohne Grund auf diese besondere Rasse. Schottische Hochlandrinder sind extrem robust, genügsam und perfekt an das Leben im Freien angepasst:

  • Wetterfest: Ihr dichtes, wasserabweisendes Fell schützt sie zuverlässig vor Nässe und Kälte.
  • Trittsicher: Dank ihrer widerstandsfähigen Klauen kommen sie selbst auf feuchten Flächen bestens zurecht.
  • Ein echter Blickfang: Mit ihrem zotteligen Fell und den imposanten Hörnern sind sie ein wunderschöner Anblick bei jedem Spaziergang.

Natürlicher Schutz für die Artenvielfalt

Die Beweidung ist eine hocheffektive Maßnahme für den Naturschutz. Die Rinder erfüllen dabei gleich mehrere wichtige Aufgaben:

  • Strukturierte Lebensräume: Durch das gezielte Fraßverhalten der Tiere entsteht eine abwechslungsreiche Landschaft.
  • Schutz vor Verbuschung: Das Aufkommen von Büschen und die Ausbreitung invasiver Arten – wie der Kanadischen Goldrute – werden auf natürliche Weise eingedämmt.
  • Keimnischen für die Pflanzenwelt: Durch die Trittwirkung der Rinder entstehen kleine, offene Rohbodenstellen. Diese sind überlebenswichtig, da sie vielen seltenen Pflanzenarten als Keimnische und Insekten als Lebensraum dienen.

Wichtige Hinweise für Besucherinnen und Besucher

Damit das Projekt reibungslos funktioniert und Mensch und Tier sicher durch die Beweidungszeit kommen, bitten wir um eure Mithilfe:

  • Temporäre Wegesperrungen: Für die Dauer der Beweidung müssen die Wege über die Heideflächen teilweise für wenige Wochen gesperrt werden. Bitte weicht in dieser Zeit auf die umliegenden Wege aus.
  • Hunde an die Leine: Bitte führt eure Hunde im Bereich der Weideflächen unbedingt an der Leine.
  • Füttern verboten: So verlockend es auch ist – bitte die Rinder niemals füttern! Die Tiere finden auf der Weide alles, was sie brauchen. Falsches Futter kann sie schwer krank machen.

Wir freuen uns über dieses großartige Projekt für den regionalen Naturschutz und danken euch herzlich für euer Verständnis und eure Rücksichtnahme vor Ort!

Redaktion: Wera v. Witzleben, Fotos: Landschaftspflegeverband

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