Bundesweiter Warntag am 11. September 2025

Startseite / Bundesweiter Warntag am 11. September 2025

Überprüfung der Katastrophenschutz-Warnkanäle

Bundesweiter Warntag: Am Donnerstag, 11. September 2025, werden bundesweit verschiedene Warnsysteme für den Bevölkerungsschutz getestet. Um 11 Uhr sollen Testwarnungen über verschiedene Kanäle erfolgen, um die Funktionalität der Systeme zu überprüfen und aufeinander abzustimmen.

„Die Hochwasserkatastrophe 2024 hat uns allen deutlich vor Augen geführt, wie unerwartet und schnell eine Gefahrenlage eintreten kann. Es ist daher unerlässlich, dass unsere Katastrophenschutzsirenen und alle weiteren Warnkanäle zuverlässig funktionieren und dass die Warnsignale von unseren Bürgerinnen und Bürgern wahrgenommen und richtig verstanden werden. Aus diesem Grund müssen regelmäßige Warntests durchgeführt werden, das ist für uns alle enorm wichtig“, sagt Landrat Martin Sailer.

Neben den rund 180 Sirenen für den Katastrophenschutz befinden sich im Landkreisgebiet zudem rund 80 Sirenen, die bislang nur zur Alarmierung der Feuerwehr eingesetzt und jeden ersten Samstag im Monat getestet werden. Diese Anlagen werden am 11. September 2025 nicht getestet.

Bundesweiter Warntag
Archivbild: Stadt Gersthofen (Kai Schwarz)

Wie klingen Katastrophenschutz-Sirenen?

Ertönt etwa eine Minute lang ein andauernd auf- und abschwellender Heulton, soll er die Bevölkerung dazu veranlassen, auf Rundfunk- und Lautsprecherdurchsagen zu achten und gegebenenfalls auch andere Personen, die sich nicht selbst helfen können, nach Möglichkeit zu unterstützen. In Durchsagen über Radio und Fernsehen erhält man im Anschluss auf den Sirenenton alle wichtigen Informationen und Handlungshinweise.

In der Verordnung über öffentliche Schallzeichen hat der Freistaat Bayern die Bedeutung der verwendeten Warnsignale festgelegt. Die wichtigsten Sirenentöne sind:

Alarm bei Feuer und anderen Notständen, der zur Alarmierung der Einsatzkräfte der Feuerwehren dient. Signal: Dreimal in der Höhe gleichbleibender Ton (Dauerton) von je zwölf Sekunden Dauer, mit je zwölf Sekunden Pause zwischen den Tönen.

Alarm, der die Bevölkerung veranlassen soll, anlässlich schwerwiegender Gefahren für die öffentliche Sicherheit auf Rundfunkdurchsagen zu achten. Signal: Heulton von einer Minute Dauer.

Wichtig: Nach dem Probealarm erfolgt keine Entwarnung!

Wo stehen im Landkreis Augsburg Katastrophenschutz-Sirenen?

Zusätzlich zu den Sirenen gibt es im Landkreis 21 schnell einsetzbare Mobile Lautsprechanlagen (sogenannte MOBELAs). Diese ermöglichen Durchsagen und können auch als mobile Sirene fungieren. Diese Lautsprechanlagen sind bei mehreren Feuerwehren stationiert und können schnell auf Fahrzeugen der Feuerwehr befestigt werden. Auf diese Art und Weise kann die Bevölkerung zum Beispiel bei der Freisetzung von luftgetragenen Schadstoffen, bei Trinkwasserverunreinigung oder bei drohenden Hochwasserereignissen gewarnt werden. Für bestimmte Ereignisse sind bereits Fahrtrouten vordefiniert, sodass ein möglichst schneller und effektiver Einsatz stattfinden kann.

Als weitere Warnmöglichkeit, um die Bürgerinnen und Bürger zu informieren, kommt das Warnsystem „Cell Broadcast“ zum Einsatz. Dabei werden Kurznachrichten mit Gefahrenhinweisen an Mobiltelefone verschickt, die in dem jeweiligen Gefahrenbereich eingebucht und angeschaltet sind. Die Nachricht wird im Auftrag der Katastrophenschutzbehörden in die einzelnen Empfangszellen gesendet und ist für die Empfangenden kostenfrei. Alle Informationen zu „Cell Broadcast“ sind online zu finden.

Außerdem gibt es beispielsweise die kostenfreie Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes, kurz NINA. Dieser Dienst wird am 11. September 2025 ebenfalls getestet. Wer NINA installiert hat, wird durch eine Push-Benachrichtigung auf das Smartphone über Gefahren informiert und erhält konkrete Verhaltenshinweise für den Selbstschutz.

This site is registered on wpml.org as a development site. Switch to a production site key to remove this banner.