Stellungnahme zum offenen Brief des BN Gersthofen
Die Stadt Gersthofen nimmt Stellung zum offenen Brief der Ortsgruppe des Bund Naturschutz (BN) vom 1. Juli 2025 zur geplanten Neugestaltung des Nogent-Parks.
Transparente Planung und breite Zustimmung
Die Umgestaltung des Nogent-Parks in Gersthofen wurde in einer öffentlichen Sitzung des Bauausschusses nach einem Ortstermin mit großer Mehrheit beschlossen. Bereits im Mai 2025 informierte ein ausführlicher Artikel in der Augsburger Allgemeinen über die geplanten Maßnahmen. Zudem fand ein mehrstündiger Austausch mit Vertreterinnen des BN statt, bei dem die Planungen detailliert erläutert wurden.
Ökologische Aufwertung statt Rückbau
Ziel der Maßnahme ist eine ökologische und naturnahe Aufwertung des Parks. Die derzeitige „Blumenwiese“, die bisher ohne besonderen ökologischen Nutzen ist, wird durch standortgerechte, heimische Blühflächen mit Wildstauden ersetzt, die einen echten Mehrwert für die Biodiversität bieten. Die Maßnahme schafft neue Lebensräume, verbessert gezielt den Lichteinfall und fördert klimaresiliente Pflanzengesellschaften – ganz im Sinne einer „Klimaoase“.
Innovative Wasserelemente und Erhalt identitätsstiftender Gestaltung
Ein besonderes Highlight der Neugestaltung ist das neue Wasserelement: Statt eines klassischen Brunnens wird künftig Wasser in Form von feinen Nebelschwaden aus dem Boden aufsteigen. Dieses System arbeitet mit einem sehr niedrigen Wasserverbrauch und trägt gleichzeitig zur natürlichen Kühlung des Umfelds bei – ein wichtiger Beitrag zur Klimaanpassung im urbanen Raum. Die beliebten Bärenfiguren, die vielen Bürgerinnen und Bürgern als Symbol des Parks vertraut sind, werden in das neue Konzept integriert und erhalten ihren Platz in der neugestalteten „Klimaoase“.
Schonender Umgang mit dem Baumbestand
Entgegen der Darstellung des BN werden weniger als 20 Gehölze entfernt – keine davon sind vitale oder besonders geschützte Bäume. Die Planung wurde mehrfach angepasst, um möglichst viele Bäume zu erhalten. Für den Wegebau kommt ein spezielles, wurzelschonendes System zum Einsatz. Die neue Oberfläche aus wassergebundenem Material vermeidet Versiegelung und entspricht der Entsiegelungsstrategie der Bayerischen Staatsregierung.
Entsiegelung und nachhaltiger Wegebau
Ein zentraler Bestandteil der Umgestaltung ist die Entsiegelung bestehender Wegeflächen. Mehrere hundert Meter versiegelter Wege werden entfernt und durch ein wurzelschonendes, wassergebundenes System ersetzt. Diese Maßnahme vermeidet nicht nur neue Versiegelung, sondern entspricht auch der Entsiegelungsstrategie der Bayerischen Staatsregierung. Die neuen Wege verbessern die Regenwasserversickerung, schützen die Wurzelräume der Bäume und tragen zur ökologischen Funktion des Parks bei. Gleichzeitig ermöglichen sie eine barrierefreie Verbindung zwischen Stadtzentrum und Erholungsraum – eine Voraussetzung für die bewilligte Förderung des Projekts.
Förderung und öffentliche Vorteile
Die Neugestaltung ist Voraussetzung für eine bewilligte Förderung in Höhe von 50 %. Ohne die durchgängige Wegeverbindung zum Stadtzentrum wäre diese nicht möglich. Die Maßnahme erhöht die Aufenthaltsqualität, schafft barrierefreie Zugänge und verbessert die fußläufige Verbindung zwischen Stadt und Erholungsraum – insbesondere für Familien und mobilitätseingeschränkte Personen.
Fazit
Die Stadt Gersthofen steht für eine nachhaltige, fachlich fundierte und sozial ausgewogene Stadtentwicklung. Die Neugestaltung des Nogent-Parks ist ein zukunftsweisendes Projekt, das sowohl ökologischen als auch sozialen Anforderungen gerecht wird.